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KI-gestützte Dokumentation in der Psychotherapie

KI-gestützte Dokumentation heißt, dass eine Sitzung aufgenommen, automatisch transkribiert und daraus ein Entwurf für die Sitzungsdokumentation erzeugt wird. Das Transkript ist dabei nicht die Dokumentation, sondern deren Rohmaterial: was fachlich relevant ist, entscheidet der Psychotherapeut. Die KI verkürzt den Weg von der Sitzung zum prüfbaren Text — sie ersetzt weder die fachliche Einschätzung noch die Verantwortung für das Ergebnis.

Warum das Thema relevant ist

Die Arbeit nach der Sitzung ist nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall: Notizen ordnen, Verläufe nachhalten, Unterlagen wiederfinden. Dieser Aufwand fällt an, wenn die Aufmerksamkeit schon beim nächsten Termin ist. Genau dort setzt eine automatische Vorarbeit an — nicht, um die Dokumentation zu ersetzen, sondern um mit einem Entwurf statt mit einem leeren Feld zu beginnen.

Wie der Ablauf funktioniert

  1. Aufnahme

    Die Sitzung wird aufgenommen. Dafür muss die erforderliche vorherige Zustimmung vorliegen — das ist eine Voraussetzung der Praxis und keine Einstellung in der Software.

  2. Transkription

    Die Aufnahme wird automatisch in Text überführt. Das Ergebnis ist ein wörtliches Protokoll des Gesprächs, keine fachliche Zusammenfassung.

  3. Sitzungsnotiz

    Aus dem Transkript entsteht ein Entwurf der Sitzungsdokumentation. Er ist bearbeitbar und wird geprüft, korrigiert und bewusst freigegeben.

  4. Löschung der Aufnahme

    Ist die Transkription erfolgreich, wird die Audiodatei gelöscht. Das Transkript bleibt erhalten und kann getrennt von der Aufnahme gelöscht werden.

Sitzungsübersicht in Psymira während der Verarbeitung: eine dokumentierte Sitzung wird transkribiert, der Verarbeitungsstand ist je Sitzung sichtbar.
Sitzungsübersicht während der Transkription. Die Darstellung zeigt Demo-Daten.

Was KI hier leisten kann

  • Gesprochene Sprache in Text überführen und Sprecher voneinander trennen.
  • Aus einem langen Transkript einen strukturierten, kürzeren Entwurf erzeugen.
  • Wiederkehrende Themen über mehrere dokumentierte Sitzungen hinweg zusammenführen.
  • Vorhandene Informationen für einen Antragsentwurf ordnen.

Was KI hier nicht leistet

  • Sie kann nicht entscheiden, was fachlich relevant ist.

    Belegt in: FAQ „Wer verantwortet KI-Ergebnisse?"

  • Sie stellt keine Diagnose und trifft keine Therapieentscheidung.

    Belegt in: Produktdefinition auf /ueber-psymira

  • Sie ersetzt die Prüfung nicht — KI-Ausgaben bleiben Entwürfe.

    Belegt in: Funktionsseite, Abschnitt „Sitzungen & Zusammenfassungen"

  • Eine Chiffre statt des Klarnamens ist keine vollständige Anonymisierung.

    Belegt in: FAQ „Was ist der Unterschied zwischen Chiffre und Anonymisierung?"

Wie Psymira den Ablauf umsetzt

In Psymira greifen Aufnahme, Transkription und Sitzungsnotiz in einem Ablauf ineinander, und die dokumentierte Sitzung bleibt im Fallkontext erreichbar — zusammen mit Notizen, Dokumenten, Anträgen und Krisenprotokollen. Patienten werden im Arbeitsalltag über Chiffren geführt. KI-Ausgaben sind Entwürfe: Sie prüfen, bearbeiten und verantworten das Ergebnis.

Datenschutz und fachliche Kontrolle

Audiodateien werden nach erfolgreicher Transkription unmittelbar gelöscht; bleibt eine Transkription aus oder schlägt sie fehl, greift eine harte Obergrenze von 30 Tagen. Vor jedem KI-Aufruf werden die Inhalte um Identifikatoren reduziert. Psymira trainiert keine eigenen Modelle mit Praxisdaten.

Vollständige Angaben zu Unterauftragnehmern, Verarbeitungsorten und Aufbewahrungsfristen auf Datenschutz & Sicherheit.